Triops sind im wahrsten Sinne des Wortes “Urzeitkrebse”. Es gibt sie bereits seit dem Trias, also seit vielen Millionen von Jahren.

 

 

Ihr Lebensraum sind Bereiche wie Pfützen und kleine Tümpel, die nur zeitweise Wasser führen. Diese Bereiche nennt man astatische (temporäre) Gewässer. Sie sind in der heutigen Landschaft recht selten geworden.

Triops wühlen scheinbar ununterbrochen im Boden dieser temporären Gewässer, um dort nach Nahrung zu suchen. Die Tatsache, dass sie Allesfresser sind, ist ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Mitbewohnern und Mitstreitern um das Überleben in diesem Umfeld.

Triops pflanzen sich hauptsächlich durch sogenannte Jungfernzeugung (Parthenogenese) fort. Dieses bedeutet, dass sie für eine erfolgreiche Vermehrung nicht auf eine Befruchtung durch Männchen (die prozentual nur recht selten vorkommen) angewiesen sind. Die aus sogenannten Dauereiern schlüpfenden Nachkommen eines Triops sind somit meistens Klone des Elterntieres. Sie tragen die Dauereier vor der Ablage in den Bodengrund in zwei kleinen Taschen an einem der hinteren Beinpaare.

Die Eier / Zysten sind bei den ausgewachsenen Tieren mit bloßem Auge sehr gut zu erkennen.

 

 

Nachdem sich die getrockneten Dauereier z.B. nach einem warmen Sommerregen wieder im Wasser befinden, schlüpfen die kleinen Triopslarven (Nauplien) je nach Umweltbedingung innerhalb von einigen Tagen bis zwei Wochen.

Bei guten Lebensbedingungen (angepasste Temperatur, gutes Nahrungsangebot) wachsen sie recht schnell und erreichen im ausgewachsenen Stadium eine Größe von ca. 5 bis maximal 10-11cm.

Kannibalismus ist bei Triops durchaus an der Tagesordnung. Befinden sich recht viele Exemplare bei niedrigem Nahrungsangebot auf engem Raum (dies kommt in den bereits oben beschriebenen natürlichen Lebensräumen vor), so werden die eigenen Artgenossen (zuerst schwächere und/oder sich gerade häutende Tiere)  angegriffen und recht schnell aufgefressen. Übrig bleibt meist nur der harte Rückenpanzer.

Triops häuten sich während des Wachstums regelmäßig.

Dies ist notwendig, da die äußere Schicht des Panzers nicht mitwächst. Viele Anfänger unter den Triopszüchtern haben beim Anblick der ersten Häutungen den Eindruck, dass das sich am Boden drehende und zuckende Tier stirbt. Besonders die leeren Häute, die immer noch die Form eines Triops haben, erwecken bei unerfahrenen Züchtern oft den Eindruck, es handle sich um ein totes Tier. Häutungen sind auch bei anderen Tieren wie z.B. Schlangen zu beobachten.